Der doppelte Missbrauch an der Umwelt

Der Mensch hat schon immer in die Umwelt eingegriffen. Allerdings sind die Auswirkungen
seit Beginn der Industrialisierung stark angestiegen, sodass Wissenschaftler
schon vom „Anthropozän“ (vom Menschen gemachtes Zeitalter – siehe Infobox) sprechen.

Ausbeutung und Belastung
Der Abbau von fossilen Energien im offenen Tagebau, Bohrplattformen und/oder Minen
schockiert uns nur nach einem Unfall und der anschließenden kurzfristigen Berichterstattung.
Die Belastungen des Klimas und der Luft haben sich in machen Gegenden zur akuten Gefährdung
der Menschen entwickelt. Der Fußabdruck der Deutschen beträgt 2,6 Erden,
im Senegal sind es nach Schätzungen 0,4 bis 1,1 Erden.

Jedem Menschen ist klar, dass er nicht dauerhaft mehr Geld von seinem Konto abheben kann
als vorhanden ist – nur bei Klima und Umwelt ist es uns anscheinend gleichgültig.

Falsche Argumentation
Die Umwelt muss vielfach auch für die Interessen einzelner Menschen herhalten. Zum Beispiel,
wenn sie gerade recht ist, um vermeintlich negative Auswirkungen von Erneuerbaren Energien
auf Pflanzen und Tiere darzustellen.

Diese Menschen haben zwei wesentliche Informationen nicht verstanden. Erstens ist es „5 nach 12“
beim Schutz der Erde – wir haben zu lange nur abgehoben und nichts eingezahlt. Zum Zweiten
wird sich die Umwelt nachhaltig durch den Klimawandel verändern. So sind z.B. in
Baden-Württemberg Fichten und Tannen an manchen Standorten auch Buchen und Eichen
gefährdet. Durch veränderte Lebensrhythmen Ihrer Nahrung, bekommen einige Zugvögel Probleme,
weil sie schlicht und einfach gesagt zu spät aus dem Süden zurück kommen.

Außerdem erwarten viele von neuen Technologien eine 110 % perfekte Umsetzung,
vergessen aber woher wir kommen und welches Niveau wir bei der Nutzung von Öl, Kohle und
Gas haben.

Es muss mehr Ehrlichkeit in die Diskussion und ein höherer Einsatz von allen gezeigt werden.
Jeder kann über kleine und große Veränderungen einen Beitrag zum Großen und Ganzen leisten.